Adam (Andere Gedichte)
ADAM Staunend steht er an der Kathedrale steilem Aufstieg, nah der Fensterrose, wie erschreckt von der Apotheose, welche wuchs und ihn mit einem Male
niederstellte über die und die. Und er ragt und freut sich seiner Dauer schlicht entschlossen; als der Ackerbauer, der begann und der nicht wußte, wie aus dem fertig-vollen Garten Eden
einen Ausweg in die neue Erde finden. Gott war schwer zu überreden; und er drohte ihm, statt zu gewähren, immer wieder, daß er sterben werde. Doch der Mensch bestand: sie wird gebären.
Eingetragen am 08.11.2011 09:32:57 von 2rhyme
Autor: Rainer Maria Rilke
Quelle: de.wikisource.org
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