Unterm Tisch (Andere Gedichte)
UNTERM TISCH. Es war ein Stückchen Fromage de brie Das fiel untern Tisch. Man sah nicht wie. Dort standen zwei Lackschuh mit silbernen Schnallen. Die fanden an dem Fromage Gefallen
Und traten nach einiger Ueberwindung Mit ihm in ganz intime Verbindung. Als abends die beiden Schnallengezierten In einer feudalen Gesellschaft soupierten, Erhoben sich plötzlich zwei andere Schuhe
Und knarrten verlegen und baten um Ruhe Und sagten, als alles ruhig war: „Verehrte, es – riecht hier so sonderbar.“
Eingetragen am 08.11.2011 09:35:13 von 2rhyme
Autor: Hans Bötticher
Quelle: de.wikisource.org
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