Die Verstorbenen (Andere Gedichte)
Die Verstorbenen. Freund, du klagest um die, die keiner Klage bedürfen; weder um Lebende klaget der Weise, noch um die Gestorbnen. Fand in dieser Umhüllung die Seele Jugend und Alter, wird sie es einst auch finden in jeder andern Umhüllung.
Kält’ und Hitze, Vergnügen und Schmerz sind Körper-Empfindung; alle das kommt und geht, und hat nicht bleibende Dauer. Trag’ es geduldig, o Bharats Sohn. Der Weise, den nichts stört, dem Vergnügen und Schmerz Ein Ding ist, der ist unsterblich; Was die Gestalten formt, ist unvergänglich und ewig.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:43 von 2rhyme
Autor: Johann Gottfried Herder
Quelle: de.wikisource.org
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