Weil er immer Spinnen jagte;
Und zum Seepferd dann gewandt
Schnarrte er: »Sie, der den Namen
Wellenross zum Spotte trägt,
Sie vom Haus der Popotamen,
Der die Eier selber legt,
Hartgesott’ner Schwanzverdreher,
Sie einjähr’ger Wassergaul,
Kommen Sie gefälligst näher,
Aber halten Sie das Maul!«
Und das Seepferd stand mit Beben
Und entsetztem Augenpaar,
Weil ihm im civilen Leben
Fremd der Bilderreichtum war.
Doch schon riss aus solchem Sinnen
Es der Seedrach: »Sie, habt Acht!
Wenn wir mit dem Drill beginnen,
Wird gefälligst nicht gedacht.
Erst den Schwanz herabgeschlagen!
Hoch den Kopf! Den Bauch herein!
Alles muss da sozusagen
Front und eine Linie sein.«
Und dieweil der Seedrach fluchte,
Blieb das arme Seepferd stumm
Und versuchte und versuchte
Grad’ zu biegen, was da krumm.
Doch umsonst! Die harten Glieder
Blieben krumm so wie zuvor,
Und es fuhren immer wieder
Bauch heraus und Schwanz empor,
Bis der Seedrach tief verdrossen
Die Geduld verlor. »Hierher!
Kerl, er wurde krumm geschlossen,
Wenn er nicht so krumm schon wär’.
Aber wart’! Ich bieg’ ihn grade!«
Sagte es und that es auch,
Bog dem Seepferd ohne Gnade
Schwanz herab, herein den Bauch.
Doch da knirschte ei und krachte,
Und dann gab es einen Schrei,
Und noch eh’ es jemand dachte,
War das Seepferd – knacks – entzwei
Erst bestürzt und ohne Worte
Sah der Seedrach, was gescheh’n,
Um gefasst dann zum Rapporte
Zu Herrn Oberst Hai zu geh’n.