Ewige Ostern (Andere Gedichte)
Ewige Ostern. Als sie warfen Gott in Banden, als sie ihn ans Kreuz geschlagen, ist der Herr nach dreien Tagen auferstanden.
Felder dorren. Nebel feuchten. Wie auch hart der Winter wüte: Einst wird wieder Blüt’ bei Blüte leuchten. Ganz Europa brach in Trümmer,
und an Deutschland frißt der Geier, – doch der Frigga heiliger Schleier weht noch immer. Leben, Liebe, Lenz und Lieder: Mit der Erde mag’s vergehen.
Auf dem nächsten Sterne sehen wir uns wieder.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:54 von 2rhyme
Autor: Klabund
Quelle: de.wikisource.org
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