Ich wandelte unter den Bäumen (Andere Gedichte)
Ich wandelte unter den Bäumen Mit meinem Gram allein; Da kam das alte Träumen, Und schlich mir in’s Herz hinein.
Wer hat Euch dieß Wörtlein gelehret, Ihr Vöglein in luftiger Höh? Schweigt still, wenn mein Herz es höret, Dann thut es noch einmal so weh. „Es kam ein Jungfräulein gegangen,
Die sang es immerfort, Da haben wir Vöglein gefangen Das hübsche, goldne Wort.“ Das sollt Ihr mir nicht mehr erzählen, Ihr Vöglein wunderschlau;
Ihr wollt meinen Kummer mir stehlen, Ich aber Niemanden trau’.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:06 von 2rhyme
Autor: Heinrich Heine
Quelle: de.wikisource.org
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