Ein schwerer Gang (Kämpchen) (Andere Gedichte)
Ein schwerer Gang. Es fällt der Schnee, es träuft der Regen, Ich schreite meinen Pfad dahin, Trüb ist der Himmel allerwegen, Doch trüber mehr noch ist mein Sinn. –
Wie oft bin ich ihn schon gegangen, Denselben Weg, den jetzt ich geh’, Im Frühlingsduft, im Sommerprangen Und auch im Herbst und Winterschnee. – Doch niemals fiel er mir so bitter
Und niemals schlug mein Herz so bang, Kein Nordsturm und kein Ungewitter Hat mir so schwer gemacht den Gang. – Was kümmern mich die kalten Tropfen, Die mir der Wind treibt ins Gesicht –
Mein Herz, mein Herz, ich fühl’ es klopfen, Doch macht das Wind und Regen nicht. – Und träuft es mir von Stirn und Wangen, Was soll’s – zu Hause glüht der Herd – Mich quält ein and’res, schlimm’res Bangen –
O Gott, wenn sie nicht wiederkehrt! –
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:50 von 2rhyme
Autor: Heinrich Kämpchen
Quelle: de.wikisource.org
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