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An .... (Andere Gedichte)

           An . . . .

In des Verstandes eitler Ueberhebung
Verkündete ich einst die „Macht der Sprache,“
Bestritt, daß ein Gedanke je erwache,
Für den das Wort ohnmächtig zur Belebung.

Und gleichsam, die Vermessenheit zu strafen,

(In der ich mich so überlegen wähnte)
Haben zwei Worte, liebliche Accente,
Zweisilbig, italienisch –, nur geschaffen,
Auf Hermonshügeln, wo in Perlensträngen

Vom Firmament Thautropfen niederhängen,

Von Engelslippen musikalisch lind
Zu zittern, – aus dem abgrundtiefen Schachte
Der Seele mir Gedanken, ungedachte –
(Welche die Seelen der Gedanken sind,)

Herausgelockt, zu wilde Phantasieen,

Als daß sie selbst der Seraph Israfel,
Dem Gott der Stimmen lieblichste verliehen,
Zu formen wüßt’! Und nun, trotz dem Befehl
Aus deinem Munde fühl’ ich mich erlahmen,

Mit diesen süßen Lauten, deinem Namen

Als Text, versagt die Macht der Sprache –
Kaum fühl’ ich mehr – nicht Fühlen ist dies wache,
Der Welt entrückte, völlige Versinken,
Lautlose Stehen an der goldnen Schwelle

Der Träume, dieses Starren in die Helle,

Wonn’ge Erschauern, wenn ich mir zur Linken,
Zur Rechten, vor mir, in der Höhe,
Und weit, weit weg, am fernsten Punkt, wo sich
Mein Blick verliert, nicht andres sehe
                              Als dich.



Eingetragen am 08.11.2011 09:32:58 von 2rhyme
Autor: Edgar Allan Poe
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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