Traum eines Neugierigen (Andere Gedichte)
Kennst du wie ich den wolgeschmack der schmerzen Und sagt man auch von dir: der sonderling! Ich lag im tod: im liebevollen herzen War gier und schreck gemischt · ein seltsam ding.
Nur angst und hoffnung ohne groll und klage – Und schnell und schneller rann die schlimme uhr Und herber köstlicher ward meine plage · Mein sinn enteilte dieser erden spur. Ich war ein kind das nach dem schauspiel lüstet
Und ob des vorhangs · der verhüllt · entrüstet Bis endlich sich die nackte wahrheit wies: Ich war gestorben ohne staunen. schimmer Des grausen tags ging auf. was · nichts als dies! Das stück war an – ich wartete noch immer.
Eingetragen am 08.11.2011 09:35:09 von 2rhyme
Autor: Charles Baudelaire
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org
|