Heinrich Heine (II Kämpchen) (Andere Gedichte)
Heinrich Heine. (Zur 50jährigen Totenfeier.) Dem Dichter, dem im eig’nen Vaterlande Bis heute noch kein Denkmal ist errichtet, Dem Dichter, der die Lorelei gedichtet, Der einsam schläft am fernen Seinestrande. –
Dem großen Sänger, dem, zu Deutschlands Schande, Die Fremde nur den Ruhmesstein geschichtet, Der sich die Welt zu ew’gem Dank verpflichtet Mit seiner Lieder genialem Brande. – Zur Totenfeier will ich diese Zeilen
Mit anderen, die gottbegnadet singen, Bescheiden ihm als Opfergabe bringen. Und einmal wird auch hier die Nacht enteilen, Die jetzt noch dräuend auf dem Toten lastet, Der, fern der Heimat, in der Fremde rastet. –
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:02 von 2rhyme
Autor: Heinrich Kämpchen
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