Die Schiffende (Andere Gedichte)
Die Schiffende. Sie schwebt daher! Am kleinen Kahne steigen Die Wellen sanft empor; Am Ufer rings in blühenden Gesträuchen Erwacht der Vögel Chor.
Du Blüthenbaum, geuß deine süßen Düfte Durch deiner Wipfel Grün, Und traget sie, ihr lauen Abendlüfte, Zu meiner Lieblingin. Führt sanft sie hin auf euren blauen Pfaden
Und küßt, mit leisem Laut Den kleinen Kiel, ihr lieblichen Najaden, Dem sie sich anvertraut. Nicht schöner fuhr, auf goldnem Muschelwagen Die Liebesköniginn
Von Meeresgöttern feyernd fort getragen, Nach ihrem Paphos hin. Sie schwebt heran! In blühenden Gesträuchen Reicht sie die Schwanenhand Mir dar: ich kühl ihr sanft mit Blütenzweigen
Der heißen Wangen Brand. NÖLLER.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:41 von 2rhyme
Autor: Lebrecht Nöller
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