Ostern (Eichendorff) (Andere Gedichte)
Ostern Vom Münster Trauerglocken klingen, Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf. Zur Ruh’ sie dort dem Toten singen, Die Lerchen jubeln: Wache auf!
Mit Erde sie ihn still bedecken, Das Grün aus allen Gräbern bricht, Die Ströme hell durchs Land sich strecken, Der Wald ernst wie in Träumen spricht, Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
So weit ins Land man schauen mag, Es ist ein tiefes Frühlingsschauern Als wie ein Auferstehungstag.
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:40 von 2rhyme
Autor: Joseph von Eichendorff
Quelle: de.wikisource.org
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