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Epilog (Gedichte 1853 und 1854) (Andere Gedichte)

     Unser Grab erwärmt der Ruhm.
Thorenworte! Narrenthum!
Eine beßre Wärme giebt
Eine Kuhmagd, die verliebt

Uns mit dicken Lippen küßt

Und beträchtlich riecht nach Mist.
Gleichfalls eine beßre Wärme
Wärmt dem Menschen die Gedärme,
Wenn er Glühwein trinkt und Punsch

Oder Grog nach Herzenswunsch

In den niedrigsten Spelunken,
Unter Dieben und Hallunken,
Die dem Galgen sind entlaufen,
Aber leben, athmen, schnaufen,

Und beneidenswerther sind

Als der Thetis großes Kind –

[214]

Der Pelide sprach mit Recht:
Leben wie der ärmste Knecht
In der Oberwelt ist besser,

Als am stygischen Gewässer

Schattenführer sein, ein Heros,
Den besungen selbst Homeros.



Eingetragen am 08.11.2011 09:33:52 von 2rhyme
Autor: Heinrich Heine
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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