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An den Bergkönig (Andere Gedichte)

Bergkönig, auf! ergreif dein Schwerdt!
     Es tobt die finstre Rotte,
Vertheidige dein Reich und Heerd,
     Mach sie zu Schand’ und Spotte!

          Im Dunkeln spät und früh

          Giftig schleichen sie,
          Der alte böse Feind,
          Wir wissen’s, was er meynt,
     Es soll ihm nicht gelingen.

Die Berge mögen sie drum nicht,

     Und alles Hoch’ und Hehre,
Und hassen freye Luft und Licht,
     Und unsers Volkes Ehre.
          Diesem Sumpfgeschlecht

          Wär’ es eben recht,

          Wenn Alles Frösche wär’,
          So kämen sie denn her,
     Die Brut all’ aufzufressen.

Doch nein, Nachtraben, ihr Gezücht,

     Es sind noch Adler schweben,

Die, Sonn’ entstammt, ihr Angesicht
     Zur Sonne wieder heben!
          Nehmet euch in acht,
          Der vom Berge wacht,

          Ihn dämpft und zwingt ihr nicht,

          Sein Nam’ ist Kraft und Licht,
     Den Sieg wird er behalten.

Die Berge müßt ihr lassen stehn,
     Ihr jämmerlichen Zwerge,

Und werdet vor dem Zorn vergehn

     Des Königes der Berge.
          Und die Feuersäul’,
          Euch ein arger Greul,
          Hoch auf dem Bergaltar

          Soll steigen alle Jahr,

     Der Freyheit Opferlobe!

Ja flammen soll’s im ganzen Reich,
     Und ihr’s nicht wehren können,
Recht eigentlich sonst könnt ihr euch

     Hier euer Maul verbrennen!

          Ja wir fechten’s durch!
          Berge unsre Burg!
          Eine Burg des Feuers und Lichts!
          Hier stehn wir, fürchten nichts,

     Und Trotz sey euch geboten!
Dr. F. G. Wetzel.     

Eingetragen am 08.11.2011 09:32:58 von 2rhyme
Autor: Friedrich Gottlob Wetzel
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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