Auf, auf! der Bergmann kommt (Andere Gedichte)
Auf, auf! der Bergmann kommt, Er hat sein groses Licht Schon angezündt. Das giebt ihm hellen Schein,
Damit er fahren kann Ins Bergwerk ein. Tabak, du edles Kraut, Wer dich zuerst gebaut, Hat wohlgebaut.
Die Bergleuth sind gar hübsch und fein, Sie graben rothes Gold Aus Felsenstein. Sie graben Silber, sie graben Gold, Den schwarzen Mägdelein
Sind sie gar hold. Schenk ein ein volles Glas, Trinks zweimahl aus, Was schadt dir das. Der Wein der schadt uns allen nicht,
Der schmekt so gut, Er kost ja nichts. Die so ihn zahlen soll, Die ist nicht hier, Doch kommt sie wohl.
Und kommt sie heut noch nicht, Kommt sie morgen früh Für ganz gewiss. Und ist das Wetter schön Wann’s Sonntag ist,
Dann woll’n wir mit ihr gehn. Und ist die Reiss vollbracht, So wünsch ich gute Nacht Nach’ Bergmanns Brauch.[1] - ? Aus der eigenhändigen Niederschrift der Frau Auguste Pattberg; Anklänge in Des Knaben Wunderhorn 1, 114.
Eingetragen am 08.11.2011 09:33:02 von 2rhyme
Autor: Auguste Pattberg
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