Zur Nacht (Andere Gedichte)
Zur Nacht. Vorbei der Tag! Nun laß mich unverstellt Genießen dieser Stunde vollen Frieden! Nun sind wir unser; von der frechen Welt Hat endlich uns die heilige Nacht geschieden.
Laß einmal noch, eh sich dein Auge schließt, Der Liebe Strahl sich rückhaltlos entzünden; Noch einmal, eh im Traum sie sich vergißt, Mich deiner Stimme lieben Laut empfinden! Was giebt es mehr? der stille Knabe winkt
Zu seinem Strande lockender und lieber; Und wie die Brust dir athmend schwellt und sinkt, Trägt uns des Schlummers Welle sanft hinüber.
Eingetragen am 08.11.2011 09:35:44 von 2rhyme
Autor: Theodor Storm
Quelle: de.wikisource.org
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