Sehnsucht (Andere Gedichte)
Cool wollen wir sein in diesem bürgerlichen Land, es allen zeigen, wie locker es uns geht von der Hand.
Doch Sehnsucht ist es, die uns im Tiefsten treibt, Sehnsucht nach Frieden, nach einer Heimat, die bleibt. Sehnsucht nach Wärme in der kalten Stadt, Sehnsucht nach Brot für den, der Hunger hat. Sehnsucht nach Antwort auf unsere Fragen und Sehnsucht danach, alles und mehr zu wagen.
Wenn uns nur unser Coolsein bleibt, um zu überleben, unsere Maske, um uns nicht selber aufzugeben, so versperrt es uns doch den Weg ins gelobte Land und stellt uns immer wieder mit dem Rücken zur Wand. Von dort ist die Welt nur als Beobachter zu sehn, dass sie uns nicht passt, wird jeder wohl verstehn.
Doch wir haben uns gefragt, wo bist du, gelobtes Land, wo nicht nur Kumpels einander reichen die Hand? Wo bist du, wenn nicht wir damit beginnen, einen anderen Geist in diese Welt zu bringen. Wir sind dann verwundbar, das ist klar, doch spüren wir das Leben mit Haut und Haar.
Gott, wie geheimnisvoll du auch immer bist, wir glauben, dass in dir das Leben ist. Wir wollen mit dir erste Schritte gehn, unseren Blick öffnen und Neuland sehn. Und wenn das Coolsein uns von Neuem lockt, dann hilf uns, dass es nicht unter uns andockt. Lass lieber uns den Schmerz ertragen, als das Leben nicht mehr zu wagen.
Viktor, Jasmin, Frank, Birgit
Eingetragen am 02.06.2011 17:14:05 von Jungfuchs
Autor: Margit Schacke
Quelle: Eigenes Gedicht
Weitere Informationen unter:
|