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Achtzehnter März (Andere Gedichte)


               Achtzehnter März.
                         1873.

Achtzehnhundert vierzig und acht,
Als im Lenze das Eis gekracht,
Tage des Februar, Tage des Märzen,
Waren es nicht Proletarierherzen,

Die voll Hoffnung zuerst erwacht

Achtzehnhundert vierzig und acht?

Achtzehnhundert vierzig und acht,
Als du dich lange genug bedacht,
Mutter Germania, glücklich verpreußte,

Waren es nicht Proletarierfäuste,

Die sich ans Werk der Befreiung gemacht
Achtzehnhundert vierzig und acht?

Achtzehnhundert vierzig und acht,

Als du geruht von der nächtlichen Schlacht,

Waren es nicht Proletarierleichen,

Die du, Berlin, vor den zitternden, bleichen
Barhaupt grüßenden Cäsar gebracht
Achtzehnhundert vierzig und acht?

Achtzehnhundert siebzig und drei,

Reich der Reichen, da stehst du, juchhei!

Aber wir Armen, verkauft und verrathen,
Denken der Proletarierthaten –
Noch sind nicht alle Märze vorbei,
Achtzehnhundert siebzig und drei.



Eingetragen am 08.11.2011 09:32:57 von 2rhyme
Autor: Georg Herwegh
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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