Klagelied eines altdevtschen Jünglings (Andere Gedichte)
XIX. Klagelied eines altdevtschen Jünglings. Wohl dem, dem noch die Tugend lacht, Weh dem, der sie verlieret! Es haben mich armen Jüngling Die bösen Gesellen verführet.
Sie haben mich um mein Geld gebracht, Mit Karten und mit Knöcheln; Es trösteten mich die Mädchen, Mit ihrem holden Lächeln. Und als sie mich ganz besoffen gemacht
Und meine Kleider zerrissen, Da ward ich armer Jüngling Zur Thür hinausgeschmissen.
Und als ich des Morgens früh erwacht, Wie wundr’ ich mich über die Sache!
Da saß ich armer Jüngling Zu Cassel auf der Wache. –
Eingetragen am 08.11.2011 09:34:16 von 2rhyme
Autor: Heinrich Heine
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