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William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXXXIX (Andere Gedichte)

Versuche nicht, die Unbill zu beschönen,
Mit der du lieblos willst mein Herz betrüben;
Dein Mund, doch nicht dein Auge mag mich höhnen,
Brauch’ deine Kraft, doch mögst nicht List du üben.

Sag’, daß du Andre liebst; doch bin ich bei dir,

Laß deine Augen dann nicht seitwärts spielen;
Wozu schlägst listig du die Wunde mir,
Da offne Macht ich schutzlos müßte fühlen?
Laß mich entschuld’gen dich; der ist’s bekannt,

Dein holder Blick sei feindlich mir gewesen,

Drum hast die Feinde du von mir gewandt,
Daß ihr Geschoß sich Andre mag erlesen.
    Doch thu’ es nicht; o gieb mir ganz den Tod,
    Dein Blick erlöse mich aus meiner Noth.



Eingetragen am 08.11.2011 09:35:35 von 2rhyme
Autor: William Shakespeare
Quelle: de.wikisource.org
Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org



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